Warum Crosstraining wichtig ist

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Unter Crosstraining versteht man ein Training, bei welchem ergänzend zur Hauptsportart noch weitere Sportarten ausgeführt werden. So könnte ein Läufer zum Beispiel einige Yoga-Einheiten einbauen, jemand, der primär Fahrrad fährt, parallel noch ins Zumba gehen und ein Schwimmer auch noch Krafttraining im Fitnesscenter trainieren. Und wozu soll das nun gut sein?

  1. Abwechslung und Spass
    Wie ich bereits einige Male erwähnt habe, ist Spass am Sport und an der Bewegung essentiell, damit man längerfristig dabei bleibt. Wenn man immer wieder neue Herausforderungen und neue Sportarten einbaut, bleibt jedes Training ein kleines Abenteuer für sich und damit spannend.
  2. Reduzierte Muskelbelastung
    Gerade wenn man besonders viel oder besonders intensiv trainiert, sind die Muskeln einer hohen Belastung ausgesetzt. Wenn die Beine nach einer längeren Laufeinheit besonders schwer sind, bietet es sich an, am nächsten Tag eine Runde mit dem Rennrad zu drehen. Dabei wird das Herzkreislaufsystem ebenfalls trainiert, die Muskeln jedoch geschont.
  3. Vermeidung muskulärer Dysbalancen
    Leider gibt es kaum eine Sportart, welche wirklich den gesamten Körper gleichmässig trainiert (mit Ausnahme von z.B. Crossfit o.ä.). Um Muskelverkürzungen und Verletzungen durch einseitige Belastungen zu verhindern, sollte daher gerade bei Ausdauersportarten immer auch ein ergänzendes Krafttraining in den Plan eingebaut werden. Es ist ausserdem gesünder (und sieht langfristig auch besser aus – falls man darauf Wert legt :-) ), wenn man sowohl Sportarten betreibt, welche den Oberkörper trainieren, als auch welche, die sich auf den Unterkörper fokussieren.
  4. Entwicklung umfassender körperlicher Fähigkeiten
    In jeder Sportart werden andere Fähigkeiten besonders geschult. Mal ist es die Kraft, mal die Ausdauer, mal die Geschicklichkeit, Koordination, Beweglichkeit, Teamfähigkeit… Wenn man immer wieder mal neue Sportarten in den Plan einbaut, stellt man sicher, dass man keinen Bereich zu sehr vernachlässigt.
  5. Weniger Erfolgsdruck
    Es gibt nur wenige Menschen, welche in sehr vielen Sportarten immer herausragend sind. Indem man etwas nur ab und zu trainiert, das man auch noch nicht allzu gut kann, ist es möglich, wieder ganz ohne Druck zu trainieren. Und manchmal macht gerade dann das Training wieder besonders viel Spass.

Baut ihr ebenfalls verschiedene Trainingsarten in eure Trainingswochen ein? 

 

 

Da meine Muskeln von der langen Wanderung gestern noch ziemlich schwer waren, beschloss ich heute getreu nach dem Motto “Crosstraining” etwas anderes zu machen. Zwar spüre ich das Joggen primär in den Oberschenkeln – das Wandern jedoch in den Waden und Unterschenkeln. Fahrradfahren erschien mir dennoch die angenehmere Variante :-)
Im Zickzack fuhr ich also den Hügel hoch, über idyllische Waldwege, vorbei an Jugendlichen welche neben ihren Motorrädern ein Picknick veranstalteten, neben Kirschbäumen, Schafen, Greifvögeln, mutig in den Wald und mutig aus dem Wald wieder hinaus. Schon seit einiger Zeit hatte ich keine Abzweigung mehr gesehen und war neugierig, wohin mich der Weg wohl führen würde. Und wohin war es? Genau – ins Nirgendwo… :-) Mitten auf einer Wiese vor einem Abhang endete der Weg plötzlich. Ich stellte also mein Bike erst mal an den Rand, atmete tief durch und spähte über die verschiedenen  Abgründe. Einer war lediglich eine sehr steile Wiese, welche nach etwa 100m wieder auf einen Weg führte. Und wozu hat man ein Bike, wenn man nicht auch steile Abhänge hinunterfahren könnte?
Nachdem ich wieder auf dem normalen Weg war, verlief die Rückfahrt dann verhältnismässig ereignislos :-)

6 responses so far

6 Responses to “Warum Crosstraining wichtig ist”

  1. Steve sagt:

    Ich laufe in letzter Zeit sehr viel; eigentlich fast nur.
    Bis vor einem Jahr hatte ich immer eine gesunde Mischung es Klettern und Laufen gefunden, aber irgendwann ist das Klettern immer mehr in den Hintergrund gerückt…das wird sich aber jetzt hoffentlich wieder ändern. Ziel ist, neben den Läufen, zweimal die Woche zum Klettern/Bouldern zu gehen.
    Mal schauen ob das was wird ;-)

    • Ariana sagt:

      Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass manchmal eine Sportart automatisch immer mehr wird – und plötzlich merkt man, dass sie die anderen Sportarten verdrängt hat :-) Bouldern war ich nur einige wenige Male, aber es hat mir sehr viel Spass gemacht – und als Ausgleich zum Laufen wäre es ja genial!

      • Oldie sagt:

        Bouldern und Klettern finde ich auch klasse, gerade weil Muskelgruppen trainiert werden, die man im Alltag so sehr wenig beansprucht.

  2. ultraistgut sagt:

    Genau das macht es: die Mischung, Einseitigkeit rächt sich früher oder später. Darum mische ich: Krafttraining, Radfahren, aber in der Hauptsache natürlich laufen. Um weitere 30 Jahre laufen zu können, muss ich meinen Apparat stützen, ganzkörperlich, und das mache ich mit entsprechendem, regelmäßigem Krafttraining.

    Von Haus aus bin ich – oder besser gesagt – war ich Leistungsschwimmerin, aber alles kann man nicht unter einen Hut bringen, daher habe ich mich für diese Variante entschieden.

    Aber – und das liest man auch immer wieder in deinen Worten – draußen macht es am meisten Spaß !!

    • Ariana sagt:

      Oooh, das ist ja interessant, ich wusste noch nicht, dass Du Leistungsschwimmerin warst! Schwimmst Du nun gar nicht mehr? Und zum Thema draussen und Krafttraining habe ich kürzlich das Buch Outdoor Fitness von Tina Vindum gelesen, in welchem es primär darum geht, wie Krafttraining in die Natur integriert werden kann :-)

  3. ultraistgut sagt:

    Früher bin ich jeden Tag 1000 Meter geschwommen, heute selten, weil es mir einfach zu viel wird und ich Prioritäten setzen muss – außerdem habe ich irgendwann damit aufgehört, weil ich nicht so aussehen wollte wie die meisten Leistungsschwimmerinnen, nicht nur das, es war mir schlichtweg zu anstrengend ! :roll: