Die Tücken des Selbstportraits / difficulties with self-portraits

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Ich habe euch ja schon erzählt, dass ich ein neues Makroobjektiv erhalten habe. Gleichzeitig bekam ich auch ein Stativ geschenkt. Natürlich wollte ich das auch direkt mal ausprobieren – und was könnte sich dazu besser eignen, als ein paar wunderschöne Selbstportraits? Dachte ich… So einfach war es dann doch nicht:

  1. Selbstportraits sind anstrengend
    Kamera ausrichten, scharfstellen, zum Platz rennen, sich in Pose werfen, wieder aufspringen, zur Kamera gehen, feststellen, dass die Haare nicht sitzen, scharfstellen, auslösen, zum Platz rennen, sich in Pose werfen, wieder aufspringen, zur Kamera gehen, feststellen, dass das Bild unscharf war, nochmals scharfstellen… Also nach 30 min. und über 100 Bildern war ich für mein Fitnesstraining bereits aufgewärmt.
  2. Vor einer weissen Wand scharfzustellen ist unglaublich schwer
    Meine Kamera macht nach dem Selbstauslöser ein Bild. Wenn sie mehrere macht, werden die ohne Pause hintereinander ausgelöst, d.h. bei der Hälfte der Fotos sind mein Gesicht oder meine Hände komplett verschwommen. Ausserdem habe ich keinen Fernauslöser, d.h. auf etwas scharfzustellen, das noch nicht da ist (nämlich ich selbst) ist auch nicht ganz so leicht.

Ehrlich gesagt verdanke ich die Ergebnisse heute so gut wie gar nicht meiner Fotokunst – eher meinen Bildbearbeitungskünsten ;-)

Selbstportrait

Selbstportrait

I have already told you that I received a new macro objective. At the same time I got a tripod. Of course I wanted to try it – and could there be a better possibility than taking some wonderful self portraits? Well – I thought this was a good idea – but it turned out extremely difficult:

  1. Self portraits are exhausting
    Put the cam in the right position, focus, run to my place, strike a pose, stand up, go to the cam, notice that my hairs look strange, focus again, run to my place, strike a pose, stand up again, walk to the cam, notice that it’s not focused properly, focus again… After 30 minutes and more than 100 pictures I have already been warmed up for my fitness workout.
  2. To focus in front of a white wall is really difficult
    If I put the automatic release on my cam it makes one picture. If it takes more thanone all of them are fired without breaks – so on half of the pictures my face or my hands are completely blurred. Furthermore I do not have a remote-control release, therefore it’s difficult to focus on something that’s not there yet (myself ;-) ).

To be honest – these results are not because of my photographic skills – they look like this because of my editing skills ;-)

7 responses so far

7 Responses to “Die Tücken des Selbstportraits / difficulties with self-portraits”

  1. :D das ist ja lustig. ich kenne solche probleme, da ich früher fast nur selbstportraits gemacht habe.

    kleiner tipp: schalte dein objektiv auf manuellen fokus um, leg oder stell etwas an die stelle, an der dein gesicht sein wird und stell darauf scharf. ich variier dann den abstand zwischen mir und der kamera um wenige cm, um meine augen auf dem einen oder anderen bild scharf zu bekommen. du könntest auch die entfernung ausmessen und entsprechend einstellen.

    und am besten du legst dir einen fernauslöser zu – es reicht ein ganz billiger, wenn du das nicht oft benutzt.

    mir gefällt das rechts oben sehr gut. auf alle fälle ist das aber eine gute übung für “pre-visualisation” (also vorher im kopf schon mal ausmalen, wie das bild dann später aussehen wird).

    • admin sagt:

      Ja, das m mit dem Fernauslöser wird wohl eine der nächsten Investitionen sein ;-) Ich habe immer erst ein Kissen an die Stelle meines Kopfes gelegt – war aber dennoch ziemlich stressig :-D Selbstportraits werden definitiv nicht meine Lieblingsfotografien werden ;-)

  2. Nicht schlecht! Sehr coole Aufnahmen geworden.

    Wobei du deutlich häufiger vor der Kamera stehen solltest, als nur für Selbstportraits! Scheinst du allerdings auch schon gemacht zu haben, wenn ich mir deine About Seite angucke.

    Selbstportraits machen total viel Spaß, wenn man eine Idee hat und einen Fernauslöser ;)
    Wie schon von torsten geschrieben vorher auf manuellen Fokus stellen, dann ist das nicht ganz so nervenaufreibend und man muss nicht jedes Foto kontrollieren.

    Dann schmöker ich hier mal weiter!
    Schade, dass Basel nicht hier in der Nähe ist, sonst hätte man mal zusammen fotografieren können.

    • admin sagt:

      Vielen Dank für die Komplimente :-) Tatsächlich modle ich beinahe mehr, als dass ich fotografiere – aber ich möchte schliesslich nicht einen Blog mit Fotos lediglich von mir ;-)
      glg
      Ariana

  3. Chrissy sagt:

    Fernauslöser sind bei Selbstportraits echt eine Erleichterung. Da kümmert man sich schnell um den Fokus und dann hüpft man in Pose, macht 5,6 Bilder schaut sie sich an und notfalls macht man sie nochmal, wenigere Gerenne :D

    Aber: Sind doch hübsch geworden!

  4. Trotz der vielen sportlichen Anstrengungen sind es gute und schöne Fotos geworden.

    Das hängt natürlich auch vom Model ab :-)

    Was mir auch gut gefällt, ist die Formulierung des Textes. Er liest sich gut….