5 Tipps um Dein Training spielerischer zu gestalten / The 5 best ways to let your training become playful again

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Hast Du schon einmal kleine Kinder auf einem Spielplatz beobachtet? Da wird geschaukelt, ein paar Meter gerannt, herumgeturnt, gerutscht, geklettert und gehüpft. Lachende Gesichter, zwanglos und immer wieder anders.
Im Durchschnitt läuft ein Kind dabei 10 km pro Tag. Einen Teil davon legt es sogar hüpfend oder rennend zurück.

Sobald wir Sport nur noch als Mittel zum Zweck verwenden, lässt die Motivation schnell nach. Wer nur die zu verbrennenden Kalorien, die aufzubauenden Muskeln oder die Gesundheit im Kopf hat, verliert schnell die Freude an der Bewegung. Und schon bald hört man wieder mit dem „Sport“ auf.

Ich möchte euch inspirieren, doch ein wenig spielerischer an die Sache heranzugehen:

  1. Variation
    Kein Kind rennt stundenlang im Kreis. Versuch Abwechslung in Dein Training zu bringen. Such Dir neue Laufrouten, unterbrich das Joggen für einige Liegestützen oder ein Hüpfspiel über ein paar Steine. Es gibt ebenfalls unterschiedlichste Methoden, um Kraft zu trainieren (Fitnesscenter, Eigengewichtsübungen, Kettlebells, Theraband…) – warum sollte man da das Training eintönig werden lassen?
  2. Teamsport
    Kaum ein kleines Kind spielt alleine. Ich würde sogar sagen, Teamsport ist noch am nächsten an den kindlichen Spielen dran. Versuch dabei, Dich auf den Spass am Spiel zu fokussieren und nicht „nur“ den Sieg in Aussicht zu haben.
  3. Neue Sportarten
    Lockere Dein übliches Training mit neuen Sportarten auf. Wie wären eine Schnupperstunde im Klettern, Kajakfahren oder Bogenschiessen?
  4. Spass
    Sport muss nicht immer supereffektiv sein. Manchmal sind die simpelsten Dinge die besten. Hula Hoop, Trampolinspringen oder Seilhüpfen versetzen die meisten von uns in die Kindheit zurück – und haben einen extragrossen Spassfaktor.
  5. Ziele
    Auch an Ziele kann man etwas spielerischer ran gehen. Viele Kinder turnen einfach so lange am Reck, bis auch ihnen der Überschwung gelingt (oder was auch immer :-) ). Manche Ziele muss man nicht aufschreiben und genauestens planen. Manche Ziele muss man lediglich wollen und immer wieder ausprobieren.
Playing children

Playing children

Have you ever watched children playing on a playground? They are swinging, running some meters, romping around, climbing, hopping and slipping. Happy faces, free and easy and never doing the same thing for too long.
A child is walking average 10 km a day. It is even running and hopping a part of these kilometers.

As soon as we understand sport as a means to an end the motivation disappears. If we are constantly thinking about the calories, the muscles or our health we are losing the joy of moving. And soon we are stopping doing “sport” again.

I want to inspire you to practice sport more playfully:

  1. Variation
    No child would ran one hour in a circle. Try to diversify your training. Look out for new running routes, stop jogging in order to do some pushups or jump over some rocks. There are tons of methods to train your strength (kettlebells, body weight exercises, stretch bands…) – why let your training become drab?
  2. Team sport
    There are only a few children playing alone. I would even say team sport is the kind of sport which is most alike to be a child game. Try to focus on the joy for the game and not only on winning.
  3. New sports
    Try to add some new kind of sport. How about climbing, kayaking or archery?
  4. Fun
    Sport doesn’t needs to be highly effective all of the time. Sometimes the simple things are the best things. Hula Hoop, trampoline or rope skipping are bringing us back to our childhood and are highly amusing.
  5. Targets
    We could also learn to handle targets more playfully. Many children are trying an upstart at the horizontal bar just as long as they get it (or everything else). There are some targets we don’t need to write down and plan into every detail. We just have to want some targets and try them again and again and again.

2 responses so far

2 Responses to “5 Tipps um Dein Training spielerischer zu gestalten / The 5 best ways to let your training become playful again”

  1. Simon sagt:

    Da ich kein Leistungssportler bin (d.h. meine Leistung wird in keinem Wettkampf bewertet), habe ich in meiner eigenen sportlichen Ausrichtung andere Prioritäten gefunden.

    Für mich ist bei Sport und Bewegung wichtig:
    1. Dass ich Spaß habe
    2. Dass ich Fortschritte sehen kann
    3. Dass ich mich gut dabei fühle
    4. Dass ich das Gefühl habe, etwas getan zu haben

    In der Sonne dieser Prioritäten sind alle Trainingspläne schon längst dahin geschmolzen. Ich trainiere seit längerer Zeit schon nur noch, wenn ich Lust darauf habe und richtig heiß bin – und dann vornehmlich die Dinge, die mir Freude bereiten.

    Lustigerweise hat sich der Fortschritt in einigen Disziplinen genau dadurch wieder eingestellt :)

    Da ich selbst seit kurzer Zeit Vater bin, kann ich deinen Gedanken zur Vorbildfunktion der Kinder gut nachvollziehen. Würde es keine Kinder geben, hätten wir nicht die Chance, durch sie die einfachen Freuden des Lebens wieder neu kennen zu lernen. Wir Erwachsenen nehmen das Leben durchgehend einfach zu ernst. Es gibt wenige Themen, die nicht ein wenig Lockerheit und Humor in ihrer Umsetzung vertragen könnten.

    Neben Kindern sehe ich auch in Tieren immer wieder eine interessante Vorbildhaltung für gewisse Bereiche. Sie demonstrieren selten gesehene Zielstrebigkeit und Genügsamkeit. Unser Hauskater Columbus ist für mich immer wieder einige Gedanken wert – er liegt herum und es stört ihn nicht, dass er in dieser Zeit nicht produktiv ist. Dann bemerke ich wieder, wie getrieben wir doch sind, unsere Zeit immer produktiv zu verwenden.

    Wenn Kinder weinen oder bockig sind merke ich, dass wir für eine gesunde Entwicklung nicht immer fröhlich sein dürfen. Licht und Schatten sind ständig präsent. So schön es auch ist, sich gut zu fühlen – ohne einige schlechte Tage hat dieses Gefühl keinen Antagonisten mehr. Ich kann einen guten Tag erst dann wieder wertschätzen, wenn er für mich eine angenehme Beendigung einer schlechten Zeit ist.

    In der Bibel appelliert Jesus an seine Mitmenschen, wie die Kinder zu werden.

    Wir sollten vielleicht nicht erwachsen werden, wie man es momentan versteht. Vielmehr sollten wir uns zu gereiften Kindern entwickeln.

    Und immer wichtig: Ganz viel lachen :D

    • admin sagt:

      Wunderschön – vielen Dank! Du hast völlig recht – auch Tiere können wunderbare Vorbilder in Sachen Nichtstun oder Geniessen sein :-) Apropos Lachen – da gab es mal eine Studie, dass Kinder über 400 mal am Tag lachen während Erwachsene dies im Schnitt etwa 15 mal tun. Unabhängig davon, wie genau diese Studie ist – der frappante Unterschied macht dennoch nachdenklich.