Kleine Hindernisse…

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Immer wieder habe ich gehört, dass Training am Morgen wunderbar sei. Man mehr Fett verbrennen würde. Man es direkt hinter sich habe. Ich habe von ruhigen Läufen in der Dämmerung gelesen, von langsam erwachenden Städten. Von frischer Luft. Von herrlichen Erlebnissen.

Aber es sollte anders kommen…

Von Anfang an: Nach dem Klingeln des Weckers letzten Sonntag sprang ich topmotiviert aus dem Bett, in freudiger Erwartung eines lockeren 10km Laufes. Da ich bei meinem letzen 8km Lauf sehr stark Durst hatte, habe ich eine Petflasche mitgenommen. Viele andere Läufer trugen diese einfach so in der Hand – und da ich weder Laufrucksack noch Gurt besitze, erschien mir dies ziemlich praktisch.

Aaaaber schon nach den ersten 15 min. tauchte das erste und ausschlaggebende Problem auf: Fehlende Energie. Gut und schön, dass der Körper scheinbar kein Frühstück braucht, sondern irgendwelche Fettreserven suchen soll, aber leider war meiner da nicht erfolgreich. Und statt brav am Speck zu knabbern, hat er einfach komplett seine Leistung eingestellt. Nach 30 sehr mühseligen Minuten brach ich das Training ab – es ging einfach nicht mehr.

So weit so gut – leider waren es jetzt noch gut 10 min. zu Fuss bis zu meiner Wohnung. Und es war kalt. So richtig kalt. In meinem Top habe ich schon während des Joggens gefroren, beim Gehen pfiff mir der Wind um die Ohren und ich habe bestimmt mit den Zähnen geklappert ;-)

Die Petflasche (welche mich übrigens schon zu Beginn abgelenkt hat, so Halblösungen taugen für mich einfach nicht) ist extrem abgekühlt und hat die Temperatur meiner sowieso schon klammen Finger noch ein bisschen gesenkt.

Laufschuhe

Laufschuhe

Immerhin stimmt es, dass an einem Sonntagmorgen weniger Jogger unterwegs sind, als üblicherweise. Daraus darf man aber nicht automatisch schliessen, dass generell weniger Menschen unterwegs sind ;-) Ich glaube so viele Menschen mit Hunden habe ich schon lange nicht mehr gesehen – brave Hunde, welche mich ignorieren, an mir hochspringende Hunde, mich anknurrende Hunde, sich gegenseitig anknurrende Hunde, nasse Hunde, süsse Hunde, grosse, kleine, dicke, dünne Hunde… Aber eines hatten sie alle gemein – die Besitzer haben meine freundlich lächelnd gesagten Grussworte nicht erwidert ;-)

Auch das Workout gestern war nicht gerade umwerfend ;-) Ich wollte das Sexy Shape Shifter Workout von Bodyrock.tv absolvieren – nach der ersten Runde habe ich jedoch auf die Einsteigerversionen umgestellt und nach der zweiten Runde ganz abgebrochen. Dieses Mal lag es allerdings nicht am Essen, sondern am fehlenden Schlaf ;-)

Also, fassen wir zusammen, für ein gutes Workout benötigen wir:

1. Geeignete Ausrüstung
In Punkto Ausrüstung und Kleidung habe ich schon beinahe alles durch. Mittlerweilen bin ich dazu übergegangen beim Sport wirklich nur gute (und leider auch teure) Kleidung zu verwenden. Die hält länger, ist um einiges komfortabler und macht direkt mehr Spass. Ein Zwischenjäckchen für die kühlere Jahreszeit habe ich mir heute zugelegt und ein Camelback ist für längere Läufe geplant – ich versuche wenigstens aus meinen Fehlern zu lernen :-D

2. Ernährung
Süssigkeiten und Fastfood mögen zwar lecker sein, versorgen uns jedoch nicht mit genügend Nährstoffen, um ein anstrengendes Training wirklich durchzuhalten. Dass kein Essen dies auch nicht vermag, ist irgendwie logisch :-)

3. Erholung
Wenn wir dem Körper keine Erholung in Form von Schlaf oder Trainingspausen geben, kann er irgendwann auch nicht mehr die volle Leistung bringen.

So logisch sich diese drei Punkte auch anhören, so oft stelle ich fest, dass die Umsetzung sehr vielen Leuten Probleme bereitet. Kennt ihr das? Habt ihr einen dieser Punkte auch schon wider besseren Wissens ignoriert?

6 responses so far

6 Responses to “Kleine Hindernisse…”

  1. GZi sagt:

    Punkt 2 und 3 vernachlässige ich leider so ziemlich komplett seit ich in einer beziehung lebe. Wobei bei 3 nicht die Trainingspausen, sonder der Schlaf generell fehlt: Mein Schatz ist eine absolute Nachteule und selten lösen wir uns vor 1 Uhr vom PC, um ins bett zu gehen und um 6:30 Uhr klingelt erbarmungslos der Wecker. Er kann am Wochenende locker bis mittags schlafen, ich falle wie üblich um 7, spätestens 7.30 Uhr aus dem Bett… :( Fazit: Unwohlsein, Gewichtszunahme, hadern mit sich und Welt…

  2. Rewolve44 sagt:

    Tolles Foto und ein gelungener Bildausschnitt.

    Lg,
    Rewolve44

  3. admin sagt:

    @Gzi
    Oh ja – der Schlaf fehlt bei mir auch immer wieder. Es gibt ja Menschen, welche nur 6 Stunden benötigen – und andere brauchen 10 Stunden, um einigermassen fit zu sein ;-) Kannst Du nicht (notfalls mit Ohropax bewaffnet) einfach etwas früher zu Bett gehen?

    @Rewolve44
    Ganz lieben Dank :-)

  4. Anne sagt:

    Ich finde, dass man sich erst einmal aufraffen muss regelmäßig etwas zu tun. Wichtig finde ich passendes Schuhwerk, ansonsten bin ich der Meinung, dass die Kleidung irgendwie vollkommen überbewertet wird. Manchmal auch eine Alibifunktion hat, nach dem Motto… ich kann ja gar net Joggen, mir fehlt die passende Kleidung.

    Gesunde Ernährung ist so und anders wichtig. Wird aber oft vernachlässigt, auch von Nichtsportlern. Und genügend Schlaf… stimmt auch, ich gehe z.B. relativ früh ins Bett, weil ich es hasse morgens nicht aus dem Bett zu kommen.

    vg Anne

  5. ultraistgut sagt:

    Ach ja, die Sache mit dem ohne-Frühstück-laufen, es gibt Helden, die das täglich ohne Mühe praktizieren, für mich ist es auch die Hölle, darum frühstücke ich rechtzeitig vorher in aller Ruhe (stehe lieber früher auf !), um dann auf die Strecke zu gehen, mit leerem Magen – geht gar nicht !

    Was Kleidung beim Laufen betrifft, bin ich schon lange auf dem Trip, lieber ein Teil weniger, dafür aber nur gutes Material, mit billigem ziehst du meist den Kürzeren, Erfahrung abgehakt !

    Mit dem regelmäßigem Laufen findest du automatisch zu der richtigen Ernährung, weil du merkst, dass es anders gar nicht funktionieren kann.

    Erholung auch ein sehr wichtiger Punkt, den vielen leider außer Acht lassen, das A und O, wenn du ihn antreibst, braucht er auch Ruhe, um dann wieder volle Leistung zu bringen, das gilt insbesondere auch für Anfänger.

    Ansonsten – es lohnt sich, daran zu halten, denn dann macht Laufen erst richtig, richtig Spaß ! 8)

  6. admin sagt:

    @Anne
    Ja, das mit der Alibifunktion habe ich auch schon beobachtet – andererseits könnte ich stundelang erzählen, was mir durch unpassende Kleidung schon passiert ist ;-) Von Hosen, welche während des Trainings reissen, über Baumwolltops deren Ränder so an meinen Armen reiben, dass diese nach dem Laufen wund sind, bis zu einengenden Socken, welche meine Füsse beinahe taub werden liessen :-) Wenn ich etwas nur anprobiere, merke ich das meistens nicht, erst sobald ich es länger trage…

    @Ultra
    Es beruhigt mich irgendwie, dass Du auch nicht ohne Frühstück losläufst :-) Und es stimmt, sobald man beim Sport merkt, welchen Unterschied die Ernährung machen kann, ist direkt eine richtig starke Motivation :-)