Joggen am Meer / Running at the beach

Filed under Sport by

—english version below—

Auf dem Blog Ultra ist gut zeigt Margitta immer mal wieder Bilder ihrer Laufstrecken. Und die sind so unglaublich schön – Meer, Sand, blauer Himmel – ich bekomme jedes Mal ein bisschen Ferienstimmung, wenn ich mir das so ansehe. Da ist es nicht erstaunlich, dass ich in meinen Ferien natürlich auch mal am Meer joggen wollte :-)

Und einmal ist mir das auch gelungen – ich war nämlich gemütlich auf einer Sonnenliege am relaxen, als ich plötzlich die ersten grossen Regentropfen spürte. Da ich doch ein paar Kilometer von meinem Bungalow entfernt war, hiess es nichts wie aufspringen, T-Shirt überziehen und losrennen. Selbstverständlich wurde ich dennoch klatschnass, aber es gibt nichts schöneres als warmen Regen, Dunst über dem Meer, in welchem ich in der Ferne noch einen Leuchtturm erkennen kann, Donnergrollen und man selbst, ganz gefangen in diesen Elementen.

Ansonsten habe ich mich aufgrund der grossen Hitze lieber auf das Fitnesscenter und das Laufband beschränkt. Dabei habe ich folgendes festgestellt:

  • Es ist trotz Klimaanlage noch heiss. Das bedeutet nach einer halben Stunde aufgeweichte Finger und so viel Schweiss, dass die Kopfhörer nicht mehr in den Ohren halten wollen ;-)
  • Ich kann viel länger und schneller auf einem Laufband rennen. Wenn ich weiss, dass ich jederzeit absteigen könnte, motiviert mich das, noch länger zu bleiben. Wenn ich unterwegs bin und mir im vornherein überlegen muss, ob ich die Strecke schaffe, dann wähle ich viel kürzere Wege.
  • Auf einem Laufband kann ich interessanterweise auch viel besser nachdenken. Viele Läufer berichten, dass sich gerade während des Joggens plötzlich viele Probleme lösen. Das passiert mir in der Natur nie, da ich immer auf den Weg, auf andere Läufer und potenzielle Gefahren achte.
  • Auf dem Laufband wird mir auch nicht langweilig. Unterwegs überlege ich mir immer wieder mal, wie lange es noch dauert – auf dem Band verfalle ich in eine Art Monotonie und mache einfach nur noch.

Es ist Jahre her, seit ich das letzte Mal auf einem Laufband gerannt bin. Ich dachte mir immer, dass draussen rennen sowieso besser sein sollte, es ist viel schöner, naturverbundener, spannender und mit frischer Luft. Interessanterweise war das Laufband trotz der vielen Jahre wie ein lange verlorener und nun wiedergefundener Freund und das Joggen hat mir direkt wieder viel mehr Spass gemacht.

Khao Lak

Khao Lak

On her blog Ultra is gut Margitta shows us nearly every day beautiful pictures of her running tracks. They are wonderful – the sea, sand, blue sky – every time I watch them I feel like holidays. Therefore it was not surprising that I wanted to go for a run at the beach as well during my holidays.

And once I managed to do it. I was lying on a sun lounger, relaxing, but then suddenly I felt the first big raindrops. Because I was some kilometers away from my bungalow, I jumped up, grabbed my shirt and started running. Of course I became soaked anyway. But there is nothing better than warm rain, damp over the sea, a lighthouse far away, thunder and yourself, alone between the elements.

On the other days I went to the fitness center on the treadmill because it was just too hot for me outside. While being there I made some interesting findings:

  • Even if you do have an air condition it’s still that hot that your fingers will be soaked and look very old and your earphones won’t stick in your ears anymore because you are sweating too much. ;-)
  • I am able to run faster and further on a treadmill. If I know that I could stop at any time I am motivated to stay longer. If I run outside and have to decide at the beginning whether I am able to manage the distance I will pick a shorter one all the time.
  • It’s interesting that I am able to think better on a treadmill. Many runners told me that a lot of problems will solve themselves automatically while running. Unfortunately that never happened to me in nature because I had to take care of the track, watch out for other runners and potential dangers.
  • I don’t get bored on a treadmill. If I am on a track I often wonder how long I will need to run – in the fitness center I experience a really relaxing monotony.

The last time I run on a treadmill is already many years ago. I always thought that running outside should be better, it’s more beautiful, there is the nature, it’s interesting and you breathe fresh air. It was very interesting to realize that the treadmill felt like a friend I lost years ago and but recovered. Running was so much more fun again.

Khao Lak

Khao Lak

8 responses so far

8 Responses to “Joggen am Meer / Running at the beach”

  1. Martin sagt:

    Im letzten Urlaub auf Kreta lief ich auch regelmäßig( und mäßig) am Strand. Leider hatte ich vergessen wie schnell der Sand die Haut von den Füßen scheuert ;-(
    Zum Laufband: Bis letztes Jahr war ich auch regelmäßig im Studio-und auf dem Laufband. Machte dort meine Intervalle oder wenn eben das Wetter allzu mies war, auch längere Läufe (aber nie mehr als 10km). Langweile hatte ich eigentlich nie. Trotzdem bevorzuge ich das Laufen draußen, nur wenn es mal wieder richtig kalt ist, der Wind einem fast umbläst, dann würde ich doch geren mal wieder drinnen laufe. Egal wie, laufe so wie du willst und nicht was andere meinen was du tun solltest.
    Und der Strand…Wahnsinn. Und gerade jetzt bin ich dabei unseren Urlaub zu planen.

    • Ariana sagt:

      Lieber Martin
      Oh ja – der Sand scheuert viel mehr als man je erwarten würde… Ich finde es auch manchmal schwierig, am Strand zu rennen, da der meistens irgendwie schief ist und ein Bein auf die Länge mehr belastet wird :-)
      Wohin möchtest Du denn in den Urlaub?
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana

      • Martin sagt:

        Wir suchen noch wie verrückt! Einmal ist es Kreta, dann wieder Türkei, dann wieder die Kanaren…
        Seit es eben Holidaycheck etc. gibt und man die Rezessionen lesen kann ist alles, finde ich, teilweise schwieriger geworden. Dazu kommt, dass wir eben alles haben wollen, Strand, schönes Hotel, wenn möglich malerisches Dorf in der Nähe oder schöne Altstadt, Kultur, Sportangebot uvm. Und zu viel kosten sollte es ja auch nicht! Du siehst, nicht ganz so einfach mit uns :-)

        • Ariana sagt:

          *lach* Oh wie gut kenne ich das – immer auf der Suche nach dem perfekten Ort – aber schlussendlich lande ich dann oft wieder am selben Platz :-)

          Vielleicht ist Kroatien oder Griechenland auch was für euch – gerade das mit dem malerischen Dorf ist dort oft gegeben. Ich war mal in Kos – da hatte ich das alles :-) Aber das war Nebensaison und ging auch nur daher wegen dem Preis.

          Liebe Grüsse
          Ariana

          • Martin sagt:

            Griechische Inseln sind auch bei uns hoch im Kurs! Leider sind die in der Hauptsaison (Pia hat es geren richtig warm :-) ) oft schon ausgebucht bzw, sehr teuer. Ich hatte ein schönes Hotel gefunden hat nur 7550€ gekostet für zwei Wochen.-pro Person!!!!! Habe mich dann doch dagegen entscheiden ;-)
            lg

            Martin
            Ps.Darf ich deinen Blog bei mir verlinken?

            • Ariana sagt:

              Lieber Martin
              Ach 7’550.00 EUR pro Person ist doch ein echtes Schnäppchen ;-)
              Und ja doch, ich freu mich sehr, wenn Du mich verlinkst, das macht mich direkt ganz glücklich.
              Liebe Grüsse
              Ariana

  2. ultraistgut sagt:

    Liebe Ariana,

    erst einmal wunderschöne Fotos von einem anderen Meer, als ich es kenne, aber sicherlich nicht minder schön, nur die Hitze würde mich hindern, dort sein zu wollen, ich bin eher ein nordischer Typ.

    Umso weniger würde auch ich in der Hitze laufen wollen, Hitze verdirbt mir die Freude daran, und dann kann ich es verstehen, wenn du aufs Laufband ausweichst.

    Befriedigung allerdings finde ich auf dem Laufband nie, es ist ein ganz anderes Laufen, abgesehen mal davon, dass mir die Natur fehlt und natürlich am meisten die frische Luft . Abgestandene Luft in Fitness-Räumen mag ich überhaupt nicht, ich habe das Gefühl zu ersticken, und es ist mir viel zu langweilig, immer nur nach vorne auf dasselbe zu blicken.

    Wenn keine andere Möglichkeit des Laufens gegeben ist, dann würde ich ZUR NOT darauf zurückgreifen, aber nur dann.

    Lauf’ lieber draußen, und irgendwann wirst du auch viel besser nachdenken können, den Kopf frei machen, als drinnen, das kann ich dir versprechen ! 8)

    • Ariana sagt:

      Liebe Margitta
      Ja, das stimmt, das Laufen auf dem Band ist völlig anders. Mir ist gestern auch noch eingefallen – ich renne ja nie so furchtbar viel – vielleicht zwischen 5 und 10 Kilometern. Möglicherweise würde es mir auch langweilig werden, wenn ich das länger machen würde.
      Aber bei Dir ist die Natur so wunderschön und ich freue mich jedes mal über die tollen Bilder – da will ich doch hoffen, dass du weiterhin nur draussen rennst :-)
      Ganz liebe Grüsse
      Ariana